Der Weg

02.06.2012 21:54

"Schildkröten können über den Weg mehr erzählen als Hasen." (aeschbacher.de)

Manchmal steht man vor einem riesigen Berg. Es führt ein direkter, aber steiniger Weg hinüber. Der Weg sieht nicht sehr ansprechend aus. Eher ausladend!

Manchmal fragen wir uns warum! Warum sollten wir diesen tristen, steinigen Weg nehmen. Der Rückweg oder das Stehenbleiben erscheint einem viel einfacher!

Manchmal haben wir Freunde. Freunde, die einem helfen den steinigen und tristen Weg zu meistern. Sie zeigen einem wie es geht und begleiten uns!

Doch am Ende stehen wir ganz alleine vor der Hürde den ersten Schritt zu machen. Den ersten Schritt ins Ungewisse. Den Schritt in ein uns unbekanntes Leben. Und immer wieder fragen wir uns: Ist es das was ich will? Doch wer soll diese Frage beantworten? Wer kann bei dieser Entscheidung helfen? Und was in Gottes Namen soll man nur tun?

Mein Weg hatte schon viele Höhen und Tiefen. Den ersten Schritt habe ich getan, doch immer wieder schaue ich nach hinten und denke mir: Ich weiß doch eh nicht was mich hinter dem Hügel erwartet. Also gehe ich zurück?

Genau wie die Schildkröte könnte ich Bände über mein Leben schreiben. Es gäbe wahrscheinlich garnicht genug Papier um aufzuschreiben, was sich in meinem Kopf manchmal abspielt! Es ist mein tiefes Geheimnis. Ein Tresor, den noch niemand aufgesperrt hat. Das Passwort ist geheim!

Niemals war ich ein Hase. Ich bin nicht über den Weg gehoppelt. Gekrochen würde es besser treffen!

Doch die Schildkröte wird schneller. Die Tage werden erfüllter und die Seele schaltet ab. Es tritt ein bisschen Helligkeit ins tiefe Schwarz meines Körpers.

Doch es gibt Sachen, die verschließen diesen hellen Schein!

 

"Nicht alle sind glücklich die glücklich scheinen, manche lachen nur um nicht zu weinen"

 

Ich stehe auf einer großen Bühne. Die Bühne ist die Gesellschaft. Ich strahle in die Menge, sie jubelt mir zu. Ich spiele, jeden Tag. Die meiste Zeit spiele ich gut, an manchen Tagen spiele ich schlecht. Ich liebe diese schlechten Tage. Sie geben mir Kraft, sie öffnen das Ventil. Das Publikum mag diese schlechten Tage nicht. Sie lieben mein Schauspiel. Es schafft Erleichterung. Somit geht es ihnen auch besser! Also spiele ich weiter, das ein ums andere Spiel. Das große Spiel nennt sich Leben!

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