Schmerz

11.07.2012 19:24

"Machmal merkt man, wie sehr man jemanden liebt, wenn man gerade dabei ist diesen zu verlieren."     (Unbekannt)

 

Als die Schauspielerin an diesem Abend in ihre Wohnung kam, lag sie lange auf der Couch und weinte. Ihre ganze Trauer der vergangenen Tage schien sie in einer einzigen Flut zu überschwemmen. Der ganze Schmerz in ihrer Brust und ihrer Seele trat an die Oberfläche und es schien, als befreie er sich von ihr!
Es kotze sie an, dieses Warten. Das Warten auf eine Person, der sie nie mehr nahe sein werde. Und das Schlimmste an der ganzen Sache war, es war ihre eigene Schuld, denn SIE war es, die die Fehler gemacht hatte und jetzt alleine war. In ihr kochte die Wut. Die Wut auf ihre eigene gottverdammte Person. Auf ihren Charakter, auf ihre Gefühle, auf ihre Reaktionen und vorallem auf ihre Angst. Die Angst, Kontrolle abzugeben und sich führen zu lassen. Und je mehr sie darüber nachdachte, desto mehr hasste sie sich, sie hasste sich so sehr, dass sie sich vor Wut hätte schlagen können! Sie schlug sich in Gedanken. Sie schlug sich, so sehr, dass sie sich noch mehr hasste. Sie schlug sich nochmal, diesmal fester und je mehr sie das tat, desto mehr überkam sie die Verzweifelung.
Es war ein ätzender und undurchbrechbarer Kreislauf!
Gefühlsausbrüche kannte die Schauspielerin, doch einen solchen Kontrollverlust kannte sie schon seit einiger Zeit nichtmehr. Es machte sie traurig, hatte sie doch schon so viel über Emotionsregulation und Co. gehört. Doch es fiel ihr, wie schon immer, schwer, die gelernten Methoden anzunehmen und umzusetzen.
Mal wieder würde sie das Problem mit einer erfahrenen Person lösen. Sie war froh, doch beim genaueren Nachdenken, merkte sie, dass sie total abhängig von ihnen war. Sie hatte mehrere "Vertraute", doch ihre wahren Freunde konnten ihr nur bedingt helfen. Somit war sie in einer Abhängigkeit und nicht in der Normalität geendet. Eine traurige Erkenntnis!!!

 

Ihre Gefühle für ihn waren unbeschreiblich. Beim Gedanken an ihn traten ihr Tränen in die Augen. Eine Spannung trat in ihre Brust, unbeschreiblich!
Das Gefühl des ewigen Friedens...
Beim Gedanken an ihre erste Begegnung musste sie schmunzeln, es trat ihr ein Grinsen ins Gesicht. Der ewige Kampf um ihre Beziehung, es tat verdammt weh. Und der Gedanke an ihren ersten Kuss, ein Kribbeln durchlief ihre Brust bis an ihre Lippen.
Wie früher...

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